J.L. Bourne: Tagebuch der Apokalypse 4
Geschrieben von Ralph Troppmann am Sonntag, 26. Oktober 2025 in Literatur
J.L. Bourne: Tagebuch der Apokalypse 4. Heyne, München 2017. ISBN: 978-3-453-31840-3, 413 Seiten
Nachdem wir Kil schon bei seinen Abenteuern durch 3 Bände begleitet haben, findet die Serie nun in diesem Buch ihren Abschluss. Unser Held empfängt einenen Notruf, dem er nachgeht. Am Ort angekommen, stellt er fest, dass er zu spät kommt, findet jedoch einen hundeähnlichen Kampfroboter. Diesen kann er für sich nutzbar machen und hat damit einen weiteren wertvollen Ausrüstungsgegenstand, den er im Folgenden wie einen treuen und vertrauten Hund betrachtet. Etwas später hört er eine weitere Funknachricht, die auf die Entdeckung eines Heilmittels gegen das Virus hoffen lässt, das alle Verstorbenen zu Zombies werden lässt. Im Zwiespalt, zu seinen Freunden und seiner Gefährtin zurückzukehren oder die Chance, die Menschheit vielleicht retten zu können, entscheidet er sich (natürlich) für die Rettung der Menschheit. Der Weg ist weit, als gilt es ein geeignetes Transportmittel und ausreichend Versorgungsgüter zu finden. Es gibt eigentlich genug von allem, doch die lange Zeit seit Ausbruch der Seuche hat vieles unbrauchbar werden lassen. Zudem sind die Zombies nicht mehr ganz so leicht zu umgehen wie zuvor. Die hohe Strahlung durch den vergeblichen Versuch, sie durch Atomwaffen zu vernichten, hat sie schneller und intelligenter werden lassen. Und es gibt einige wenige weitere Überlebende, die anderen Menschen gegenüber nicht immer wohlgesonnen sind. Doch auch mit diesen Schwierigkeiten kommt unser Held mehr oder weniger gut zurecht, bis kurz vor dem Ziel eine unüberwindbar große Hürde auf ihn wartet.
Dieses Buch schließt die Serie ab, die ersten drei Teile haben mir gut gefallen, wenn auch nicht alle im selben Maß. Hier kommt nun wieder deutlich das Schema des einsamen Überlebenden zum Tragen, der sich gegen alle Widrigkeiten mit Beharrlichkeit, Kreativität und Mut durchsetzen muss. Das macht für mich den Reiz der Serie aus, wobei immer wieder Interaktionen mit anderen Menschen eingestreut sind. Die Zombies werden als gefährlicher beschrieben, was für die Spannung gut ist. Die ein oder andere kleine Situationsbeschreibung lässt es noch viel plastischer erscheinen, wenn Kil über die Menschen nachdenkt, die bestimmte Dinge hinterlassen haben. Für mich ein Buch, das durch die vielen kurzen Abschnitte im Tagebuchstil sehr flüssig zu lesen ist und der Reihe einen würdigen Abschluss verleiht.
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