Sonntag, 16. Oktober, 2022
Diane Cook: Die neue Wildnis. Heyne, München 2022. ISBN: 978-3-453-32158-8, 542 Seiten
Das Buch pendelt für mich zwischen Utopie und Dystopie, vermutlich wie im richtigen Leben. Dabei passt es überraschend gut in manch aktuelle Stimmung mit Energie- und Klimakrise und politischen Krisen.
Das Szenario ist interessant: eine Gruppe von 20 Menschen wird in naher Zukunft in einem amerikanischen Nationalpark gebracht, um dort zu (über-)leben. Dabei soll erforscht werden, welchen Einfluss das auf die Natur und die Menschen hat. Unterstützung von Außen gibt es praktisch keine, lediglich zu den Nationalparkrangern gibt es sporadischen Kontakt, wenn diese Anweisungen und seltene Post überbringen.
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Neal Stephenson: Amalthea. Goldmann, München 2018. ISBN: 978-3-442-48642-7, 1055 Seiten
Mal wieder ein ordentlicher Schmöker von einem meiner Lieblingsautoren (sein Cryptonomicon rangiert unter meinen Top 3). Auch in diesem Buch ist sein naturwissenschaftlicher Hintergrund klar erkennbar, alles wirkt gut recherchiert und ausgearbeitet, es könnte alles so passieren.
Die Geschichte beginnt vergleichsweise unspektakulär, der Mond wird von einem unbekannten Himmelskörper getroffen und zerbricht in mehrere Teile. Nach dem ersten Schrecken scheint sich die Situation aber zu normalisieren. Bis einem Wissenschaftler klar wird, dass nicht mehr aufzuhaltende Ereignisse eintreten werden: die Teile des Mondes werden kollidieren, dabei weiter zerbrechen und dadurch noch häufiger zusammenstoßen bis sich das recht schnell exponenziell steigern wird. Durch den dadurch ausgelösten Schauer an Gesteinskörpern wird es auf der Erde recht ungemütlich werden.
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Cheryl Strayed: Der große Trip. Goldmann, München 2014. ISBN: 978-3-442-15812-6, 444 Seiten
Ein Reisebericht. Nein, ein Buch über die Entwicklung der Autorin. Nein, auch nicht ganz. Irgendwie beides.
Cheryl Strayed schrieb dieses Buch über ihre Wanderung auf dem Pacific Crest Trail, einem Fernwanderweg im Westen der USA, den sie zum Teil durchwanderte. Dabei springt sie immer wieder in der Zeit zurück, zu ihrer Kindheit und der Krankheit ihrer Mutter. Nach deren Tod und einer gescheiterten Ehe sowie allgemeiner Sinnsuche fasste sie den Entschluss zu dieser Wanderung.
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