Chris Mooney: Blood World. Heyne, München 2021. ISBN: 978-3-453-32117-5, 507 Seiten
Der Titel klingt nicht gerade nach sanftmütiger Lektüre. So ist es dann auch, wir begleiten Ellie, eine junge Polizistin, an der Westküste der USA in einer nicht so fernen Zeit. Manche Menschen besitzen ein besonderes Genprofil und man hat herausgefunden, dass sich aus deren Blut eine Art Verjüngungs-Serum herstellen lässt. Ellies Bruder hatte ein solches Profil, und er wurde wie so viele andere entführt, um an sein Blut zu kommen. Das Serum wird zahlungskräftigen Kunden gespritzt, damit sie auch im Alter fit und vital bleiben. Ellie wurde Polizistin, um besser nach ihrem Bruder suchen zu können. Sie will unbedingt in eine Spezialeinheit, die gegen diese Machenschaften ankämpft.
Im Dienst kommt sie auf ungewöhnliche Weise zu einem Einsatz, der einige Menschen das Leben kostet, doch ihr die Möglichkeit eröffnet, dieser Spezialeinheit beizutreten. Sie wird sogar zur Undercover-Ermittlerin und gelangt bis an die Köpfe einiger dieser illegalen Organisationen. Sie versucht weiter ihren Bruder zu finden, während sich die Ereignisse zuspitzen und auf einen dramatischen Showdown zulaufen.
Das Buch gefiel mir, die Spannung lässt an keiner Stelle nach, es gibt stets schnelle Wendungen und Nervenkitzel. Die ständige Gefahr, in der Ellie als verdeckte Ermittlerin schwebt, wird sehr gut vermittelt. Es sind mehrere Parteien beteiligt, die alle ihre eigene Ziele verfolgen, die natürlich völlig gegensätzlich sind. Trotzdem kommt auch die persönliche Seite von Ellie zum Vorschein, schön dargestellt an der Trennung von ihrem Freund während des Einsatzes. Ein guter Thriller, empfehle ich gerne weiter.