Dienstag, 6. Januar, 2026

Frederik Pohl: Die Gateway-Trilogie

Frederik Pohl: Die Gateway-Trilogie. Heyne, München 2006 (1976). ISBN: 978-3-453-87905-8, 928 Seiten

Das Taschenbuch ist mit über 900 Seiten kein Leichtgewicht, aber es enthält auch die drei aufeinanderfolgenden Romane Gateway, Jenseits des blauen Horizonts und Rückkehr nach Gateway.
Die Ausgangslage ist schnell erklärt, der Held der Geschichte ist Robinette (Robin) Broadhead, der junge Mann lebt eher schlecht als recht im Südwesten der USA als Grubenarbeiter, die Umwelt ist dahin, die gesundheitlichen und sozialen Umstände schlecht und eine wirkliche Aussicht hat er auch nicht. Durch einen glücklichen Zufall gelangt er nach Gateway, dem Zielort aller, die sich aus ihrer erbärmlichen Situation befreien wollen. Bei Gateway handelt es sich um einen Asteroiden, der von der Menschheit entdeckt wurde und der nach strikter Auswahl und mühsamer Reise erreicht werden kann. Doch auch dort sind die Bedingungen eher einfach, das Leben ist teuer und wer sich den Aufenthalt nicht leisten kann, wird im schlimmsten Fall rausgeworfen - sprichwörtlich - durch die Luftschleuse.

Doch was Gateway so besonders macht, sind die vielen Raumschiffe, die eine unbekanntes, altes Volk fremdartiger Geschöpfe zurückgelassen hat. Wie diese Schiffe wirklich funktionieren oder gar zu steuern sind, weiß niemand. Dennoch gibt es viele Freiwillige, die sich mit diesen Raumschiffen auf ein ungewisse Reise begeben, deren Ziel vorher nicht bekannt ist. Viele kommen nicht zurück, einige mit leeren Händen und ganz wenige mit Funden und Erkenntnissen, die sie reich, manche sogar traumhaft reich machen. Findet man etwa einen bewohnbaren Planeten oder weitere Technologie der Hitschi (so nennt man die unbekannten Außerirdischen), so wird man an den Erlösen beteiligt.

Robin durchläuft die mangels wirklichem Wissen sehr dürftige Ausbildung und begibt sich auf die ersten Reisen. Seine Erkenntnisse daraus werden die Zukunft der Menschheit verändern. Parallel entspinnen sich Beziehungen zu anderen Menschen, aber auch zu künstlichen Konstrukten, die einen wichtigen Anteil an den Romanen darstellen.

Die Geschichte fand ich sehr spannend zu lesen, die vielen unbekannten Dinge regen die eigene Phantasie an und durch überraschende Wendungen bleibt die Spannung erhalten. Dass die Romane ursprünglich bereits 1976 erschienen sind, tut dem Erfolg keinen Abbruch. Ich finde es durchaus anregend, sich auf die damaligen Zukunftsvorstellungen einzulassen, aus einer Zeit lange vor Internet und Smartphones. Von mir fünf Sterne, zu Recht auf der Liste der ‘Meisterwerke der Science Fiction’.