Andreas Eschbach: Ausgebrannt. Weltbild, Augsburg 2007. ISBN: 978-3-8289-9098-2, 749 Seiten
Der Inhalt dieses Romans könnte aktueller nicht sein, wobei - Ölkrisen gab es in den vergangenen Jahrzehnten ja durchaus häufiger. So begleiten wir Markus Westermann auf einen langweiligen Job in die USA, wo er die Lokalisierung für eine Finanzsoftware erledigen soll. Doch er hat einen Traum: einen Büroturm mit seinem Namen drauf. Er will also an das ganz große Geld, und auf einer Fahrt durchs Land trifft er auf genau die richtige Person, einen Österreicher, der die ultimative Methode entwickelt hat, mit der man ganz sicher immer Erdöl findet. Die beiden tun sich zusammen und beginnen, die Idee umzusetzen.
Erste Ansätze sind erfolgreich, ein Spezialauftrag in der Golfregion entwickelt sich jedoch ganz anders als gedacht. Als dort die Ölförderung schlagartig einbricht, kommt es zu einer immer größer werdenden Krise. Geheimdienste haben ihre Finger im Spiel, es entwickelt sich ein sehr spannender Ablauf der weiteren Ereignisse.
Die Geschichte fand ich sehr spannend zu lesen. Der Autor nutzt geschickt den Wechsel zwischen verschiedenen Handlungssträngen und blendet immer wieder zwischen der Vergangenheit und dem Heute hin und her, das sorgt für Abwechslung. Die Dramatik der Ereignisse schildert eindrücklich, was durch einen deutlichen Einbruch in der Ölförderung weltweit passieren könnte und bleibt dabei stets plausibel, gut recherchiert durch den Autors. An einigen Stellen hatte ich tatsächlich neue Erkenntnisse gewonnen, auch wenn es sich um ein rein fiktionales Geschehen handelt. Von mir gibt es eine absolute Empfehlung.