Dienstag, 26. Mai, 2026

Jeff Vandermeer: Borne

Jeff Vandermeer: Borne. Kunstmann, München 2017. ISBN: 978-3-95614-197-3 363 Seiten

Rachel und Wick leben in einer düsteren Zukunftsvision einer Stadt, geprägt von Biotechnologie, aber vor allem auch von Gewalt und Verfall. Rachel wandert als Sammlerin umher, auf der Suche nach brauchbaren Dingen und Nahrung. Wick hat eine Vergangenheit bei der “Firma”, deren Rolle sich erst nach und nach erahnen lässt, und beschäftigt sich mit Biotechnologie. Die Machtverhältnisse in der Stadt sind durch zwei Fraktionen geprägt, eine davon angeführt von einem riesigen Bären.

Bei einer ihrer Suchen findet Rachel eine Art Kapsel, die sich als unbekanntes Wesen erweis. Sie betrachtet es zunächst wie ein Kind, doch es lernt und wächst schnell. Mit der Zeit geraten alle drei in einen immer dramatischeren Ablauf von Ereignissen, die sogar das Gesicht der Stadt verändern wird.

Das Setting fand ich ungewöhnlich, teilweise gar fremdartig, was gut dazu beiträgt, eine ganz eigene Atmosphäre aufzubauen. Es findet auf mehreren Ebenen eine Entwicklung statt, die Beziehung der drei Hauptakteure untereinander verändert sich immer wieder.

Ein interessantes Buch, wenn man sich auf eine ungewöhnliche Geschichte einlassen möchte.