Sonntag, 6. März, 2022

Chris Hadfield: The Apollo murders

Chris Hadfield: The Apollo murders. Quercus, London 2021. ISBN 978-1-52940-682-5, 470 Seiten

Der Rückentext lässt hoffen: ein Roman, geschrieben von einem echten Astronauten, über einen der Apollo-Mondflüge. Die Pressestimmen dazu waren positiv, also “ran ans Werk”.

Der Roman spielt in den 1970er Jahren, auf der Erde beherrscht der kalte Krieg die beiden Supermächte und im Weltraum wird dieser im Streben nach wissenschaftlichen Erkenntnissen und Dominanz fortgeführt. Die Amerikaner waren mit den Apollo-Mondlandungen erfolgreich, die Sowjets mit unbemannten Sonden wie Lunokhod. Aber auch die beginnende Verlagerung der gegenseitigen Spionageflüge auf Satelliten im Weltraum findet zu dieser Zeit statt.
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Moritz Heger: Aus der Mitte des Sees

Moritz Heger: Aus der Mitte des Sees. Diogenes, Zürich 2021. ISBN 978-3-257-07146-7, 245 Seiten

Zwischen all den actiongeladenen und epischen Erzählungen und Dystopien tut es gut, auch mal etwas stilles, unaufgeregtes zu lesen. Und genau das sind auch die beiden Attribute, mit denen ich Kollegen und Freunden dieses Büchlein beschrieb: still und unaufgeregt.

Ort der Handlung ist eine Abtei der Benediktinier, Hauptperson der Handlung ist Lukas. Wobei Handlung hier beinahe ein etwas übertriebener Begriff ist, liest man doch viel über Eindrücke und Gedanken. Die beiden wichtigsten Orte sind die Abtei und ein nahe gelegener See, an dem Lukas beinahe täglich schwimmen geht. Dort denkt er auch über das Leben, seine Mitbrüder und auch seinen gleichaltrigen, ehemaligen Freund nach, der vor einiger Zeit das Kloster verlassen hat, um eine Familie zu gründen. Gerade mit diesem befindet es sich anfangs im gedanklichen Dialog.
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Sonntag, 20. Februar, 2022

Brian W. Aldiss: Der lange Nachmittag der Erde

Brian W. Aldiss: Der lange Nachmittag der Erde. Heyne, München 2021 (1960). ISBN 978-3-453-32043-7, 431 Seiten

Dieser Klassiker von Brian Aldiss aus dem Jahr 1960 hat es in sich, Heyne hat die Neuauflage mit einem Vor- und Nachwort versehen, das dem Leser hilft, die doch sehr ungewühnliche Geschichte besser einzuordnen. Ich persönlich finde, die Geschichte lohnt sich zu lesen, man muss sich aber auch darauf einlassen.
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Sonntag, 13. Februar, 2022

David Gerrold: Hella

David Gerrold: Hella. DAW Books, New York 2022. ISBN 978-0-7564-1658-4, 441 Seiten

Wow, endlich mal wieder ein neuartiges Setting, gewürzt mit einigen Ideen zu unverkrampfteren Gesellschaftsentwürfen. Worum geht es?

Kyle lebt mit seiner Mutter und seinem Bruder auf Hella, einem Planeten, der von menschlichen Kolonisten besiedelt wurde. Wobei das auf Hella nicht ganz so einfach ist - der Planet hat einige Besonderheiten. So ist die Gravitation niedriger und der Sauerstoffanteil in der Atmosphäre höher als auf der Erde. Folglich ist die Flora und Fauna anders ausgeprägt, größer halt. Viel größer. Bäume werden schon mal drei Meilen hoch, die einheimischen Saurier riesig.
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Donnerstag, 6. Januar, 2022

Lisa-Marie Reuter: Exit this City

Lisa-Marie Reuter: Exit this City. Fischer Tor, Frankfurt a.M. 2021. ISBN 978-3-596-70482-8, 427 Seiten

Das Cover des Buches zeigt eine futuristische Stadtansicht und eine Biene, insgesamt ist es sehr “cyberspacig” gestaltet. Das gibt uns einen Vorgeschmack auf das, was wir hier zu erwarten haben.

Die Geschichte beginnt mit einem verstörenden Erlebnis von Paksha. Die junge Frau kommt von einer andamanischen Insel, die dem Klimawandel zum Opfer gefallen ist, und lebt jetzt im Sektor Main-4/ME. Diese Region in der Nähe von Würzburg dient dem Anbau von Realfood. Dies ist mittlerweile (die Geschichte spielt in der Zukunft) selten und teuer, sodass reiche Inder auf ihren Ländereien deutsche Arbeiter dies anbauen lassen. Durch einen Zufall trifft sie hier auf Veeru, die in dem sich gerade entwickelnden Aufstand eine fhrende Rolle einnimmt.
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